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Contributors: Zybok, Oliver
Schwarze Galle, roter Saft

Release dateJul. 2008
PublisherZybok, Oliver
Languagesger; eng
FormatBC
ISBN978-3-89770-310-0

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Schwarze Galle, roter Saft. Aspekte des Melancholischen in der zeitgenössischen Kunst Ausstellung b05 Kunst- und Kulturzentrum Montabaur, 15. Juni bis 12. Oktober 2008 Mit der Melancholie sind unterschiedlichste Arten von Sehnsuchtsgehalten verbunden, die jeweils emotionale Befindlichkeiten einer Zeit widerspiegeln. Sie ist von Weltschmerz geprägt, einer starken Emotionalität, die durch Resignation aber gleichzeitig auch von einer tatkräftigen Aufbruchstimmung bestimmt wird. Der hier angedeuteten Ambivalenz des Melancholischen wird in der Ausstellung ein Hauptaugenmerk gewidmet, mit Werken von Diana Al-Hadid, Abel Auer, Matthew Barney, Matthew Benedict, Walter Dahn, Sven Drühl, Jürgen von Dückerhoff, Melissa Gordon, Nschotschi Haslinger, Dorota Jurczak, Douglas Kolk, Ján Mancuska, Christof Mascher, Julian Rosefeldt, Astrid Sourkova, Tal R und Fabian Weinecke. Das Genie-Konzept, das einem allgemeinen Verständnis nach eng mit dem der Melancholie verknüpft war, wurde in der Moderne ad absurdum geführt bzw. relativiert. Der in sich gekehrte, intellektuelle Künstler, der an der Welt verzweifelt und keinen Ausweg findet, wird durch einen aktiven Künstler ersetzt, der sich aus den Fesseln der Handlungshemmung befreit. Dieser Wandel bedeutet aber nicht, dass bisher vorherrschende Ansichten der Melancholie bedeutungslos geworden sind, vielmehr hat eine Akzentverschiebung stattgefunden, die stärker das kreative Potential des Melancholischen betont. Die ausgewählten Künstlerinnen und Künstler verdeutlichen, dass es dabei nicht nur um Perfektionierung, Harmonisierung oder Glättung geht. Ein wichtiges Kriterium von jeglicher Erfahrung ist auch das Misslingen, das Unangenehme, worüber man lieber schweigen würde, etwas was häufig auch als negative Erfahrung bezeichnet wird. Diese Diskrepanz zwischen angenehm und unangenehm, zwischen positiv und negativ ist Kennzeichen der Melancholie. Begleitend zur Ausstellung erscheint im Salon-Verlag Köln ein 80 Seiten umfangreicher Katalog in deutscher und englischer Sprache, mit Textbeiträgen von Britta Stinn und Oliver Zybok.