Wewerka Pavillon ’97

Der Wewerka Pavillon steht seit zehn Jahren am Aasee. Während dieser Zeit hat die Kunstakademie diesen für die Kunst unbequemen Ort mit Ausstellungen bespielt. Als Architektur existiert er eigentlich gar nicht, weil an diesem Ufer des Sees kein Gebäude stehen darf. Als Skulptur darf er nicht betreten werden, was die Nutzung einschränkt und auf Anblick und Durchblick reduziert. Hier liegt die entscheidende Herausforderung. Der Pavillon war nie eine Wechselvitrine, die sich beliebig mit Bildern und Objekten bestücken ließ sondern wurde zur Probenbühne für Installationen und Projektionen, die sich im Herumgehen statt Hineingehen erschließen. Er stellt seinen eigenen Anspruch an Idee wie Genauigkeit und richtet, gerade durch seine Restriktion, einen eigenen Maßstab und eigenen Spannungsraum auf.

1998
Sprachen: ger
88 Seiten, PB

ISBN 978-3-932189-59-3

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