Malerei - Cover

Malerei

Die Faszination bei der Betrachtung der Bilder Peter Hebers ergibt sich immer aufs Neue in Spannung zwischen der Differenziertheit der Gestalt und der potentiellen Freiheit des Rezipienten, diese neu zu erfinden, auf seine eigene Weise zu differenzieren. Die Bilder des Malers Peter Heber sind sprachlich aber nicht zu fassen. Das an ihnen Erfahrbare entzieht sich der begrifflichen Festlegung. Jeder Vergleich mit den Dingen unserer Welt kann nur hilflos wirken. Am ehesten erinnern sie an sphärische Bilder, naturwüchsige Manifestationen. Pythagoras hat vor 2500 Jahren die Materie als das andere bezeichnet, da sie zerfließe und immer wieder zu etwas anderem werde. Vielleicht kann man sagen, dass die Bilder von Peter Heber in einem potentiellen Zustand verharren, weil sie auch immer dessen gleichzeitiges Zerfließen ermöglichen. Die griechischen Naturphilosophen gingen bei der Suche nach einem Anfang im Unendlichen immer von den vier Elementen aus, zu denen sie auch immer zurückkehtren. Sie konnten ihnen eine sinnlich vermittelte Vorstellung von dem geben, was noch immer als Inbegriff von Natur gelten kann: Luft, Wasser, Feuer und Erde sind prinzipiell unbegrenzt und ohne Ende. Bestimmte Unbestimmbarkeit eben.