Hanspeter Hofmann

Ende der 90er Jahre – da dachte man, der in Basel lebende Künstler Hanspeter Hofmann (*1960) hätte seine künstlerische Sprache gefunden. Das dachten allerdings nur die, die sich rasch damit zufrieden geben, dass ein Künstler sein Label positioniert hat: eine organische Abstraktion in gedämpften Farben und mittleren Formaten, eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Formenkanons. Doch hätte man damals schon ahnen können, dass es dabei nicht bleiben kann. Schon seine früheren Arbeiten changieren in ihrer naturwissenschaftlich-mikroskopischen Anmutung zwischen dynamischen Strukturen und einer stimmungsvollen Chillout-Atmosphäre. Im Lauf der Jahre wurde dieser Zusammenhang deutlicher, die Farben stärker, die Formen großzügiger und die Formate ausschweifender. Hofmann trieb seine Farbgestaltung immer provokativer an die Grenzen der retinalen Belastbarkeit einer poppigen Farbskala: Zur Zeit konfrontiert er pralle Farbkonstellationen mit einer zugleich gegenständlichen wie auch abstrakten Formensprache. Mittlerweile zählt Hofmann zu den interessantesten Schweizer Malern. Anlässlich seiner umfangreichen Einzelausstellung im Kunstverein Freiburg erscheint nun eine aufwendige Publikation, die ihren Fokus vor allem auf seine aktuellen Arbeiten setzt.

2019
Sprachen: ger; eng
64 Seiten, GEH
Format: BF

ISBN 978-3-89770-211-0

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