Bildlabor - Cover

Bildlabor

Mit dem Künstlerbuch „Bildlabor“ öffnet Nora Schattauer ein optisches Notizbuch, das Materialien zur Formbildung des Mikrokosmischen zeigt und ihre Originalarbeiten mit chemischen Salzlösungen, Zeichnungen, Rasterelektronenmikroskop-Aufnahmen sowie Fundstücke aus dem niologisch-naturwissenschaftlichen Feld versammelt. Mit ihrem künstlerischen Konzept bewegt sich Nora Schattauer zwischen Kunst, Botanik und chemischem Experimentieren. Sie untersucht verborgene Strukturen des Minimalen und macht anhand ihrer Rasterelektronenmikroskop- Aufnahmen von Blütenpollen sichtbar, was an Musterbildung in der Natur für das bloße Auge nicht sichtbar ist. Mäandernd folgt die Künstlerin auf verschlungenen Pfaden ihrem Weg in Richtung einer Synthese von Kunst und Natur-Wissenschaft.

Das neue Künstlerbuch von Nora Schattauer gewährt dem Betrachter Einblicke in ein spannendes künstlerisches Konzept: Wer das Buch öffnet, meint direkt im Atelier zu stehen, denn die Bildkompositionen wurden an der Wand des Ateliers realisiert. Mäandernd über die Wände bringt Nora Schattauer Fotografien und Fundstücke aus dem biologiosch-wissenschaftlichen Feld in unmittelbare optische und inhaltliche Nähe zu den eigenen Arbeiten. An feinen Nadeln hängen z.B. Unikate aus der Werkgruppe der „Salts“ (in Wasser gelöste mineralische Salze auf Chromatographiepapier oder auf mit Kieselgel beschichteten Folien) neben Kohlestiftzeichnungen. Abbildungen aus den Bereichen Chaosforschung und frühe Mikroskopie (z.B. Radiolarien und Foraminiferen) treten in Dialog mit Darstellungen aus der Zellbiologie. Die Bandbreite des Gezeigten wird erweitert um Lilienpollen-Vergrößerungen als Ergebnis der eigenen Untersuchungen am Rasterelektronenmikroskop. Treffend ist dieser faszinierende Kosmos aus Materialien zur Formbildung des Mikrokosmischen und Minimalen mit „Bildlabor“ benannt.

„Ich sehe was, was Du nicht siehst“ – mit diesem spielerisch-experimentellen Ansatz lädt Nora Schattauer ein, dem Verborgenen auf die Spur zu kommen. Das „Abbild“ von existenten, von unseren Sinnen jedoch nicht erfahrbaren Grundstrukturen, wird in Nora Schattauers „Bildlabor“ zum Bild – zum Bilderreigen.« (Valerian Maly) So folgt sie auf verschlungenen Pfaden ihrem eigenen Weg in Richtung einer Synthese von bildender Kunst und Naturwissenschaft.“