Malerei - Cover

Malerei

2004 präsentierte das Museum Baden neue Malerei von Ulrich Moskopp (*1961), der sein Studium von 1983 bis 1991 bei Gotthard Graubner an der Kunstakademie in Düsseldorf absolvierte. Moskopp thematisiert in seinen oft monochromen Bildtafeln die Farbe und das Licht. Die Struktur der Farboberfläche, ihre Transparenz und Beschaffenheit sind wesentliche Bildschaffende Elemente. „Moskopps Bilder feiern das Licht und das Antlitz der Farbe, lassen seidigen Glanz auf transparenter Farbhaut schimmern, motivieren das Auge, auf Tuchfühlung zu gehen mit scheinbar flüssiger, fließender Farbe, der auf den Holz- und Kunststofftableaux eine effektvolle Bühne geboten wird.“ (Georg Imdahl, „Bischof auf Urlaub“).

Ein Dammarölfarbengemisch mit hohem Harzanteil dient dem Künstler als Malmaterial mit zäher Fließeigenschaft, die in allen Farbschichten sichtbar bleibt und anschließend hochglänzend trocknet. Die Struktur der Oberfläche und die Farbdichte ist so weitestgehend dem Zufall überlassen und ergibt sich aus der Materialität des zähfließenden glänzenden Dammarfarbgemischs. Der Blick des Betrachters kann sich über die feucht schimmernde Oberfläche tasten und in und durch die Farbschichten dringen. Das Sehen wird zu einem sinnlichen Akt. Farbe und Licht leuchten und spiegeln, auch der Betrachter findet zuweilen den Umriss seines Körpers auf der monochromen Farbfläche wieder. „[…] Farbe und Licht bleiben bei Moskopp auch in der Reduktion Medium für emotionale Befindlichkeit und malerische Subjektivität.“ (Georg Imdahl)