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Erwin Wortelkamp Erwin Wortelkamp
unterwegs
mit Hans von Marées

Seine (Erwin Wortelkamps) „Orangen“ schweifen nicht ab, halten sich an das, was der Titel ansagt, rufen die Erinnerung an Marées Orangen wach und an die große Konzeption von dessen Malerei, sie gehen durch diese Erinnerung hindurch und lassen sie hinter sich. Sockellos liegen sie auf dem Boden uns zu Füssen. Buchstäblich ‚verkörperte’ Elemente von Bildern, systematisch so angeordnet, dass alle gleichwertig scheinen, und doch sind sie individuell, lauter gleichstarke Charaktere. Dabei kommt es auf diese Besonderung gar nicht so an. Es ging nicht vorrangig um die Herstellung von möglichst unterschiedlich gestalteten Orangen, wenn sie auch alle verschieden sind, wirkliche Einzelstücke, handgemacht, wie es das heute eben nur noch in der Kunst gibt. Es geht, glaube ich, vor allem darum, sie ohne viel Federlesens zu machen, also spontan, direkt, unverkrampft, elementar, als Folge eines einfachen Handelns und Formens. Das heisst: Abschalten, los- und geschehenlassen, ein Minimum von Gestaltungszwang. Das passt weder zum frühen Erwin Wortelkamp, noch zum mittleren mit seiner strikten Latinität, aber die Gelassenheit, mit der er hier Marées’ ausgefeilte Kompositionssysteme fast ignoriert, das hat auch was leise Widerborstiges, Eigensinniges. Er sagt, so was ist vorbei. Und sagt es sehr höflich und knapp.

Die Oberfläche von Erwin Wortelkamps plastischen Orangen hat wenig zu tun mit der Oberfläche der von Hans von Marées gemalten Orangen. Wortelkamp imitiert nicht, imitiert auch nicht Marés Modelle, die Orangen. Sondern er vermittelt das Griffige ihrer plastischen Form, so wie Marées das gemalt hat. Und er intendiert so eine Rückführung zum einfach Anfassen.
(Karlheinz Nowald)

Textbeiträge: Karlheinz Nowald und ein Gespräch von Justus Jonas mit Erwin Wortelkamp
Sprache: deutsch
128 Seiten mit 111 farbigen und 1 s/w-Abbildung, Broschur mit Schutzumschlag
Format: 23,5 x 16,5 cm



ISBN 978-3-89770-398-8 |  € 20,-

 
Erwin Wortelkamp
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Erwin Wortelkamp
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Erwin Wortelkamp
DORT UND HIER

Das Buch „dort und hier” dokumentiert sowohl eine Reise des Künstlers Erwin Wortelkamp nach Dakar im Senegal als auch eine Ausstellung in seinem Depositum in Weyerbusch.

Ein informatives Gespräch mit Uwe Rieken, dem Leiter des senegalesischen Goethe-Instituts und Gastgeber vor Ort, begleitet das umfangreiche Bildmaterial. Die künstlerischen Intentionen werden anschaulich und nachvollziehbar.

Abbildungen von Ton- Lehm- und Ziegelarbeiten aus den siebziger und achtziger Jahren finden einen formalen Kontrast in filigranen, bemalten Eisenarbeiten von 1985. Prägedrucke aus den neunziger Jahren ergänzen den optischen Zusammenhang. Alte Terrakotten aus der Sammlung Wortelkamp und mehrere Beiträge zeitgenössischer Künstler aus dem Senegal intensivieren den Gesamteindruck.

Der besondere Reiz des Buches liegt in den Bildern, die mehrere „in situ” -Arbeiten in Dakar oder in der Landschaft zeigen.

Darüber hinaus gibt das Buch den afrikanischen Künstlern, die Erwin Wortelkamp geholfen und im Kontext seiner Konzeption eigene Werk geschaffen haben, besonderen Raum.


Herausgeber: Goethe Institut Senegal
Textbeiträge: Uwe Rieken (im Gespräch mit Erwin Wortelkamp), Roland Dorn
96 S. mit 68 farbigen und 3 s/w Abbildungen, Klappenbroschur
Format: 23,5 x 16,5 cm

ISBN 978-3-89770-383-4 |  € 18,-

 
 
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Erwin Wortelkamp
HIER UND DORT

»Skulpturen suchen und finden ihren Ort.« Dieses künstlerische Credo des Bildhauers Erwin Wortelkamp (* 1938) bildet den Ausgangspunkt für die Ausstellung »hier und dort«. Er inszeniert seine Skulpturen und Zeichnungen immer wieder neu im Innen- und Außenraum. Damit schafft er ebenso überraschende wie spannende skulpturale Setzungen, die die jeweiligen Räume erobern und mit einem feinen Beziehungsgeflecht überziehen.

»Hier und dort« greift drei dieser besonderen Raumsituationen auf: Zum einen ist es das Arp Museum Bahnhof Rolandseck und zum anderen die Stiftung Erwin und Ulla Wortelkamp mit dem »Haus für die Kunst« und dem neuen »Depositum«, ein Schaulager für die Arbeiten des Stiftungsgutes von Erwin Wortelkamp, das anlässlich der Ausstellung eingeweiht wurde.

Die Auswahl der Arbeiten eröffnet dem Betrachter dabei grundlegende Fragestellungen im Hinblick auf Erwin Wortelkamps vielfältiges skulpturales Schaffen und greift Kernthemen auf wie die der Fragilität, der Stabilität, der Balance, der Ruhe und der Lebendigkeit.

Ebenso spannend wird die Frage nach dem Verhältnis von Skulptur und Raum, Skulptur und Architektur, Skulptur und Betrachter thematisiert und inszeniert.


Herausgegeber: Oliver Kornhoff / ARP MUSEUM Bahnhof Rolandsec
Texte von: Oliver Kornhoff, Norbert Hummelt, Karen van den Berg, Jutta Mattern, Tilo Schulz,
Sarah-Lena Schuster, Werner Fritsch, Kim Wortelkamp, Sonja Alhäuser, Heike Kati Barath
108 S. mit 47 farbigen Abbildungen, broschur
Format: 23,8 x 16,8 cm

ISBN 978-3-89770-361-2 |  € 18,-