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VIA SENESE
100 Jahre Villa Romana |
Die Villa Romana in Florenz feiert in diesem Jahr
ihren 100. Geburtstag. Zu diesem Anlaß zeigen wir eine Ausstellung
mit 42 ehemaligen Preisträgern und Gastkünstlern aus NRW. Zahlreiche
Künstlerinnen und Künstler waren gerade aus diesem "jungen"
Bundesland zu Gast in Florenz - und werden es hoffentlich sein.
Die Ausstellung versteht sich weder als Rückblick, noch als repräsentative
Bestandsaufnahme, eher als eine Hommage an den ältesten deutschen Kunstpreis.
Die Villa Romana ist seit ihrer Bestimmung als ’Künstlerhaus’
und Atelier für deutsche Künstler unzählige Male selbst zum
Motiv geworden. Die besondere Lage der Villa Romana an der Via Senese, der
alten Verbindungsstraße von Florenz nach Siena macht sie zum Anlieger
an einer bedeutenden Reiseroute nach Rom (Via Cassia). Die nach wie vor
verkehrsreiche Ausfallstraße hat sich ihr ursprüngliches, geschäftiges
Gepräge erhalten.
Wer zur Villa Romana will, kommt über die Via Senese; wer die Villa
in Richtung Florenz verläßt, muß ihr folgen. Durch eine
lange und hohe Mauer ist das Künstlerhaus von der Straße getrennt.
Dennoch ist die Straße auch jenseits der Grundstücksmauer präsent.
Der Straßenlärm, nur geringfügig gemildert, dringt –
je nach Tageszeit an- oder abschwellend – bis in die Ateliers der
Stipendiaten und Gäste. Ob als Störung der Idylle, oder als vertraute
städtische Geräuschkulisse empfunden, der besondere Sound der
Via Senese ist ein Bestandteil jeden Aufenthalts in der Villa Romana - der
jedoch meistens ausgeblendet bleibt.
Anläßlich des Jubiläums soll dieser für die Künstler
wichtige transitorische Raum "vor dem Tor" aus der Erinnerung
der Preisträger und Gäste in den Fokus gerückt und individuell
visualisiert werden
Die meisten Teilnehmer konzipierten neue Arbeiten für diese Ausstellung,
einige sind mit einem Werk aus der Zeit ihres Aufenthaltes präsent.
Die unterschiedlichen Erinnerungen, Wahrnehmungen und Blickwinkel bilden
in der Ganzheit ein Panorama, das in der Vielzahl der individuellen Äußerungen
dennoch ein Ganzes formt, ohne abbildend zu sein. Gleichzeitig vermittelt
jedes einzelne ’Tableau’ eine Impression der Ausdrucksform seines
Urhebers. Allen Arbeiten gemeinsam ist, dass sie eine Breite von einem Meter
nicht überschreiten - vereinzelt jedoch die Hallenhöhe von sechs
Metern nahezu erreichen.
mit Arbeiten von Barbara Adamek, Joachim
Bandau, Franz Baumgartner, Andreas Bee, Hella Berent, Heiner Blumenthal,
Ralf Brück, Abraham-David Christian, Ulrich Erben, Sven-Ole Frahm,
Mechtild Frisch, Klaus Gärtner, Tobias Gerber, Horst Gläsker,
Katharina Grosse, Edgar Gutbub, Mechtild Hagemann, Gisela Kleinlein, Petra
Lemmerz, Maik + Dirk Löbbert, Markus Lüpertz, Bernd Mechler, Rune
Mields, Saskia Niehaus, Ansgar Nierhoff, Hannes Norberg, Hans-Willi Notthoff,
Heinz-Günther Prager, Stefan Reusse, Ulrike Rosenbach, Andreas Sansoni,
Inge Schmidt, Andreas Schön, Norbert Tadeusz, Vincent Tavenne, Dorothee
v. Windheim, Markus Vater, Thomas Virnich, Cornelius Völker, Klaus
vom Bruch, Franziskus Wendels, Carl-Emanuel Wolf
17 x 24,5 cm, 94 Seiten, und 43 Abbildungen.
| ISBN
3-89770-239-8 | € 18,- |
Vergriffen! |
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