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Unaussprechlich
schön
Das mystische Paradoxon in der
Kunst des 20. Jahrhunderts |
Der mystische Prediger Meister Eckhart, einer der großen Söhne
Thüringens, war sich der Grenzen des sprachlichen Ausdrucks durchaus
bewusst, ähnlich wie viel später der Philosoph Ludwig Wittgenstein,
als er formulierte: »Es gibt allerdings Unaussprechliches. Dies
zeigt sich. Es ist das Mystische.«
Dieses Zitat und die vom Neuplatonismus beeinflussten Ideen Meister Eckharts
bilden den Ausgangspunkt
für eine Ausstellung, welche die Spannbreite der künstlerischen
Auseinandersetzung mit Mystik und spiritueller Transzendenz von der Moderne
bis in die unmittelbare Gegenwart exemplarisch belegt.
Mit der Annäherung an mystische Begriffe wie »grundloser Grund«,
»stille Wüste«, »Leere«, »Nichtigkeit
«, »pures Licht«, »Entwerdung«, »Entbildung«,
»Abgeschiedenheit « oder »das einfaltige Eine«,
mit der Vergegenwärtigung von Grunderfahrungen der mystischen Gott-Mensch-Einung
im Unendlichen, Absoluten und Namenlosen jenseits von Zeit und Raum begeben
sich die modernen Künstler in Grenzregionen: Sie verlassen die »große
Erzählung« von der Wirklichkeit in Porträt, Landschaft,
Historie, Interieur, Stillleben etc. und nähern sich einer Grenze
des Schweigens, »letzten Bildern« im Übergang zur Bildlosigkeit,
einer Welt des »Inneren Auges«, der naussprechlichen, reinen
Erfahrung.
Das vorliegende Buch versammelt grundlegende Essays zur Thematik von Karl
Schawelka, Kai Uwe Schierz und Wolfgang Wackernagel. Sie entwerfen die
Perspektive, aus der heraus die ausgewählten künstlerischen
Arbeiten eine spezifische Deutung erfahren können. Außerdem
werden sämtliche künstlerischen Positionen von fachkundigen
Autorinnen und Autoren interpretiert. Ausführliche Autorenbiografien
runden die Publikation ab.
Bildbeiträge von Michael Biberstein,
Julius Bissier, Jonas Burgert, John Cage, Eduardo Chillida, Klaus Elle,
Herbert Falken, Alexej von Jawlensky, Anish Kapoor, Ingolf Keiner, Yves
Klein, Mischa Kuball, Marwan, Rei Naito, Barnett Newman, Ad Reinhardt,
Ursula Schulz-Dornburg, Hiroshi Sugimoto, Antoni Tàpies, Mark Tobey,
Bill Viola und YU-ICHI.
464 Seiten mit 83 farbigen Abbildungen, 24 x 17 cm
| ISBN
3-89770-187-1 | € 29,–
VERGRIFFEN |
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