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DIDACTICS / ACADEMY
   
Schriftenreihe Band 6
Der Künstler als Wissenschaftler und Kunsthistoriker
Alÿs, Blume, Broodthaers, Hamilton, Monk, Panamarenko, Reinhardt, Schmit, Wall
Schriftenreihe für Künstlerpublikationen Band 6

Dokumentation der Vorträge einer Veranstaltung in der Weserburg/ Museum für moderne Kunst in Bremen, die den Auftakt bildete für eine Symposiumsreihe, die sich in Zukunft jährlich mit künstlerischen Strategien im Kontext des Archivs des Studienzentrums für Künstlerpublikationen auseinandersetzen wird.
Ziel ist es, den Künstlertexten wissenschaftlich größere Aufmerksamkeit zu schenken, sie in Anlehnung an die Konzeptkunst als autonome Werke und im Rekurs auf die Künstlerschriften seit der Frührenaissance als kunstwissenschaftliche Reflexionen über Wahrnehmung, Kunsthistorie, Kunsttechniken, Medien etc. zu begreifen.

Herausgeber: Michael Glasmeier
Textbeiträge von: Maike Aden, Elke Bippus, Michael Glasmeier, Sabine Kampmann, Thomas Kapielski, Thomas Köhler, Annelie Lütgens, Gabriele Mackert, Annette Tietenberg, Thomas Wagner
ca. 150 Seiten illustriert, Broschur, Format 23,5 x 16,5 cm

ISBN 978-3-89770-331-5 |  € 25,-

 
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Schriftenreihe Band 5
Topologie und Funktionsweise des Netzwerks der Mail Art
Seine spezifische Bedeutung für Osteuropa von 1960 bis 1989
Schriftenreihe für Künstlerpublikationen, Band 5

Beim Netzwerk der Mail Art handelt es sich um das erste World Wide Web, lange bevor es das Internet gab. Die Post wurde als weltweites Kommunikationssystem genutzt. Es entwickelte sich aus einem kunstgeschichtlichen Kontext heraus und brachte ein neuartiges Beziehungsgeflecht von Kunst, Kultur und Gesellschaft hervor. Zum einen stellte es eine der sich mit der Grenzüberschreitung der Kunst entwickelnde neue Produktions-, Kommunikations- und Vermittlungsform dar. Zum anderen wurde mit ihm die bisherige Funktionsweise von Kunst kritisch hinterfragt, vor allem deren Warencharakter bzw. deren ideologische Vereinnahmung wie in Osteuropa. Es warf grundlegende Fragen nach dem Stellenwert von Original und Autorenschaft auf, denn an die Stelle der Genialität des einzelnen Künstlers trat das Gemeinschaftswerk. Ob Künstler oder Laie, jeder konnte sich an Projekten beteiligen und selbst neue initiieren. Mit dem Netzwerk der Mail Art entwickelten sich spezifische Ausdrucksformen wie Postkarte, Assemblings, Rubber Stamps, Künstler-Briefmarke und Magazine, die zugleich den Vernetzungsprozess beförderten. Es kann als Erscheinungsform einer sich in den 1960er Jahren entwickelnden Bewegung zur Demokratisierung der Kunst angesehen werden. Aufgrund der speziellen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gewann es für die Länder Osteuropas eine spezifische Bedeutung. Es bot eine der wenigen Möglichkeiten, weltweit und über die Systemgrenzen hinaus, Ideen und Kunst auszutauschen und die Verbindung zum internationalen Kunstgeschehen während der Zeit des Kalten Krieges aufrecht zu erhalten. Initiativen von osteuropäischen Künstlern und Mailartisten stehen im Mittelpunkt. Deren Dokumentation trägt dazu bei, einen differenzierteren Blick auf die Kunst, die bis zur Öffnung der Grenzen im Jahr 1989 entstand, zu entwickeln und fokussiert künstlerische Leistungen, die es vor dem Vergessen zu bewahren gilt.

Autorin: Kornelia Röder
304 Seiten mit 100 sw und 16 farbige Abbildungen,Broschur, Format 23,5 x 16,5 cm

ISBN 978-3-89770-280-6 |  € 20,-

 
Sound Art
Sound Art
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Schriftenreihe Band 4
Archive für Künstlerpublikationen der 1960er bis 1980er Jahre
Schriftenreihe für Künstlerpublikationen, Band 4

Untersucht werden Geschichte und Bedeutung von Archiven für Künstlerpublikationen in der internationalen avantgardistischen Kunstszene während der 1960er bis 1980er Jahre: das Archive for Small Press & Communication (ASPC, B), das Archiv Sohm (D), das Art Information Centre (NL), die Exchange Gallery (P), Other Books and So (NL), Zona Archives (I) und Artpool Archive (H). Ohne ihre jeweiligen Besonderheiten außer Betracht zu lassen, müssen die Archive für Künstlerpublikationen als Vertreter eines eigenständigen Archivtyps betrachtet werden. Die Archive als solche, ihre Organisation und Materialien sind als Ausdruck ihrer Zeit zu betrachten und stellen per se (kunsthistorische) Dokumente dar, durch deren Analyse sich der Blick auf Kunstszene, Politik und Kultur erweitert.

Autorin: Isabelle Schwarz
495 S., broschiert, Format 23,5 x 16,5 cm

ISBN 978-3-89770-281-3 |  € 30,-

 
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Schriftenreihe Band 3
Sound Art
Zwischen Avantgarde und Popkultur
Schriftenreihe für Künstlerpublikationen Band 3

Die Publikation „Sound Art – Zwischen Avantgarde und Popkultur“ dokumentiert die internationale Tagung, die vom 30. September bis 2. Oktober 2005 im Rahmen des Ausstellungsprojektes zur Sound Art im Neuen Museum Weserburg Bremen stattfand. Dieses umfasste, neben der Ausstellung „Vinyl. Records and Covers by Artists”, eine Film- und Konzertreihe zum Thema Klangkunst.

Die Tagung diente der wissenschaftlichen Aufarbeitung des Sujets „Sound Art“, die sich, laut des Vorworts der Herausgeber „im Grenzbereich von Literatur, Kunst, Musik, Radio und Film“ bewegt. Der Band enthält elf Beiträge international renommierter Musik-, Kunst- und Medienwissenschaftler, Radioredakteure und Komponisten zum Thema Klangkunst. Die Autorinnen und Autoren reflektieren in unterschiedlichen Ansätzen die interdisziplinären Aspekte der Sound Art, die in Form der Medien Schallplatte und Tonbandaufzeichnung, Partituren, Radio- und Fernsehsendungen sowie Internetstreams die Öffentlichkeit erreicht. Dabei zeichnen sie die Entwicklung der Klangkunst zur Zeit der Russischen Avantgarde, des Futurismus und Dadaismus am Anfang des 20. Jahrhunderts nach. Sie untersuchen auch den Zusammenhang der Sound Art mit den intermedialen Tendenzen von Fluxus, der Neuen und Elektronischen Musik, Konkreten Poesie, der Klanggestaltung im Film sowie ihren Einfluss auf das in den 1990ern viel diskutierte Crossover von Musik und Kunst. Herausgeber des Buches sind Anne Thurmann-Jajes, Leiterin des Studienzentrums für Künstlerpublikationen im Neuen Museum Weserburg Bremen, die Berliner Radioredakteurin und Kuratorin Sabine Breitsameter sowie Winfried Pauleit, Kunst- und Filmwissenschaftler an der Universität Bremen. Dem Buch „Sound Art“ liegt eine Audio-CD mit 17 ausgewählten Hörbeispielen bei. Z. B. Auszüge aus Vladimir Majakovskijs Gedichtdeklamationen, Kurt Schwitters Vortrag seiner „Ursonate“, aktuelle Klangexperimente aus dem Bereich der Radiokunst sowie Ausschnitte aus Luc Bessons Film „The Fifth Element“ von 1997.

Die Textbeiträge diskutieren die Stellung der Klangkunst im musikwissenschaftlichen Diskurs, der Entschlüsselung von Signalen zwischen Bild und Klang, geben einen Einblick in Kunstwerke, die allein für das Radio konzipiert wurden und zeugen von einem erweiterten Verständnis dieses Mediums und seinen Möglichkeiten. Sound Art wird als „die permanente Erweiterung der Wahrnehmung akustischer Phänomene und Experimente, die sich jeder Zuordnung entziehen“ definiert.

Hörbeispiele auf der CD / Audio Examples on CD

l Vladimir Majakovskij: Hören Sie zu!, 0'59"
2 Alexander Blok: Tapferkeit, Siege und Ruhm..., 1'48"
3 Kurt Schwitters: Ursonate, 1922-1932, Einleitung, 0'43"
4 Kurt Schwitters: Ursonate, Teil 3, 2'44"
5 Raoul Hausmann: Soundrel, 1919, 4'23"
6 Raoul Hausmann: Conversation imagee avec les lettristes, 7'05"
7 Antonin Artaud: Pour en finir avec le jugement de dieu/
Schluss mit dem Gottesgericht, 1947, Ausschnitt, 2'20"
8 Herbert Eimert: Epitaph für Aikichi Kuboyama, 1'34"
9 Sten Hanson: Dance Figure (for EP), 1969, 1'57"
10 Sten Hanson: OUHM, 1973, 1'08"
11 Horizontal Radio: Ausschnitt, Mix von Rupert Huber, 2'21"
12 Andrew Garton: The Spectrum Wars, 3'07"
13 Radioqualia: Radio Astronomy, 3'01"
14 Re-Inventing Radio: Streams from the Network, Mix von Rupert Huber, 2'41"
15 Audiomobile Vienna 05: Mix von Matt Smith, 3'34"
16 The Fifth Element: Ausschnitt I, Regie: Luc Besson, 1997, Musik: Eric Serra, Sound Design: Mark A. Mangini, 2'35"
17 The Fifth Element: Ausschnitt II, 0'19"

Gesamtdauer: 42'28"


Autoren:
Anne Thurmann-Jajes, Barbara Barthelmes, Julia Kursell, Martin Maurach, Sabine Breitsameter, Daniel Gethmann, Wolfgang Hagen, Peter Frank, Sten Hanson, Heidi Grundmann, Barbara Flückiger, Winfried Pauleit.
Künstler:
Vladimir Majakovskij, Alexander Blok, Kurt Schwitters, Raoul Hausmann, Hans Flesch, Antonin Artaud, Morton Feldman, John Cage, Eugen Gomringer, George Brecht, Earle Brown, La Monte Young, Dick Higgins, Sten Hanson, Herbert Eimert, Max Neuhaus, Honor Harger und Adam Hyde (radioqualia), Matt Smith und Sandra Wintner, Marko Peljhan, Mark A. Mangini u. a
16,5 x 23,5 cm, 240 Seiten, Abbildungen: 42 Abb., davon 6 in Farbe, deutsch/english mit CD

ISBN 978-3-89770-259-2 | 3-89770-259-2 |  € 25,-

 
Sound Art
 
 
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Artists' Publications
Ein Genre und seine Erschließung
Schriftenreihe für Künstlerpublikationen Band 2

Die Vielfalt der Erscheinungsformen und Medien von Künstlerpublikationen seit den 1960er Jahren - Bücher, Zeitschriften, Schallplatten, Multiples, Plakate und Ephemera - stellt besondere Anforderungen an die archivarische und museologische Praxis sowie die kunst- und kulturwissenschaftliche Aufarbeitung. Neben dem Versuch einer Eingrenzung des Genres und den Problemen der Archivierung und des Zugänglich-Machens derart heterogener Sammlungsbestände geht es in diesem Band um die Fokussierung bestimmter Charakteristika der publizierten Kunstwerke. Die Beiträge behandeln übergreifende Themenstellungen oder widmen sich einzelnen Kunstwerken und Künstlern, so George Brecht, Jean-Frédéric Schnyder, Allan Kaprow, Daniel Spoerri, Ed Ruscha, Dieter Roth und Hanne Darboven.

Herausgeber: Sigrid Schade, Anne Thurmann-Jajes
302 S. illustriert, Broschur, Format 23,5 x 16,5 cm

ISBN 978-3-89770-330-8 |  € 25,-

 
 
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Buch/Medium/Fotografie
Schriftenreihe für Künstlerpublikationen Band 1

Bei den in diesem Band versammelten Beiträgen handelt es sich – bis auf den Beitrag von Robert Rainwater – um die überarbeiteten Vorträge zur Tagung, die im Februar 2003 anlässlich der Ausstellung »ars photographica« im Neuen Museum Weserburg Bremen stattfand. Die »Schriftenreihe für Künstlerpublikationen « wird herausgegeben von der Universität Bremen, der Forschungsstelle Osteuropa und dem Neuen Museum Weserburg Bremen. Sie wurde als Plattform gegründet, um neueste Forschungen zu den historischen Kontexten, den Konzepten und den interdisziplinären und transmedialen Erscheinungsformen von Künstlerpublikationen zu vermitteln. Band 1 erscheint in Kooperation mit dem Institut Cultural Studies in Art, Media and Design an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich.
Die AutorInnen des ersten Bandes untersuchen das Verhältnis von Buch und Fotografie im Medium Künstlerpublikation. Die Diskussionen umfassen Avantgarde- und Mediendiskurse, die Konzeptualität des Fotografischen sowie Narrationen und narrative Strategien in verschiedenen Künstlerbüchern. Der Begriff »Medium« wird als Scharnier aufgefasst, über das sich unterschiedliche Fragen an Künstlerbücher miteinander verknüpfen lassen.
Die Beiträge behandeln Arbeiten von Carl André, Mel Bochner, Katharina Bosse, Michel Duquette, György Galántai, Nan Goldin, Delia Keller, Martin Kippenberger, Jaroslaw Kozlowski, Zoe Leonhardt, Sol LeWitt, Richard Long, Katharina Meyer, Józef Robakowski, Zbigniew Rybczynski, Ed Ruscha u.a.

Mit Texten von Klaus Honnef, Barbara Lange, Lech Lechowicz, Robert Rainwater, Sigrid Schade, Abigail Solomon-Godeau, Anne Thurmann-Jajes und Herta Wolf. deutsch/englisch, 224 Seiten mit 30 s/w und 32 farbigen Abbildungen, Broschur, Fadenheftung, 16,5 x 22,5 cm

ISBN 3-89770-223-1 |  € 25,-