| ARTISTS BOOKS – ÉDITION SÉPARÉE | ||||||||||
Den Exemplaren 1-50 liegt eine handüberarbeitete Fotografie von Mischa Kuball bei.
|
|
|||||||||
| MONOGRAPHS | |||||||||
»Die Option ist größer als der Bedarf.« So formuliert es Mischa Kuball auch für seine ›public stage‹, die über drei Wochen lang 24 Stunden pro Tag die Grundelemente für eine Aufmerksamkeits-Übertragung auf jedermann anbot: Licht-Spots, eine Bühne und eine Live-Übertragung ins World Wide Web. Mischa Kuballs Projekt ›public stage‹ stellt in Kooperation mit der Staatlichen Galerie Moritzburg (Halle/Saale) die Frage nach Möglichkeiten und Formen des Handelns in der Öffentlichkeit. Heute wird Handeln und Informationsaustausch an verschiedenen Orten betrieben. Öffentlichkeiten differenzieren und verändern sich bis hin zur Verlagerung aus dem Realraum in den virtuellen Raum des Cyberspace. Angesiedelt zwischen Stadtraum und Museum bietet »public stage« im wörtlichen Sinn einen realen Handlungs- und Spielraum. »public« bezeichnet sowohl die Tatsache, daß hier etwas »veröffentlicht« wird, als auch eine »öffentliche Angelegenheit«, die potentiell alle Menschen angeht. »stage« ist dagegen aus der allgemeinen Ebene der Stadt herausgehoben – eine Mischung aus »speakers corner« und Bühne. Weitere ergänzende Kommunikationsebenen werden durch öffentliche Medien – von der Tagespresse bis zum Internet – hergestellt. In seiner Strategie entwickelt ›public stage‹ ein Modell, das Kommunikation im öffentlichen Raum behauptet. Die nun endlich vorliegende Dokumentation versucht, diesen prozessualen Vorgang im öffentlichen Raum dokumentarisch und kommentiert zugänglich zu machen. Mischa Kuball erprobte die Verbindung zweier überkommener Spielorte von Inszenierung – das Museum und die Bühne – als Instumentarien für die Herstellung von Öffentlichkeit. Daß ›public stage‹ auf die Manipulation von Kommunikation verzichtete, bedeutete nicht per se, daß sich eine unabhängige Kommunikation herstellte. Interesse kann abgerufen bzw. erzeugt werden, wenn Bedürfnisse analysiert und wahrnehmbar gemacht werden. Der Verzicht auf ein interessenorientiertes Betreibersystem bedeutete nur bedingt eine selbständige, subjektive Bedürfnis- und Interessenbildung. Gerade Künstler und Museum aber können die Manipulationsmechanismen thematisieren und alternative Modelle – auch wenn sie nur begrenzt wirksam werden können – zu konstruieren suchen. So legt das Potential und der Verlauf von ›public stage‹ nahe, daß das Museum sich nicht nur als Institution für einen kulturellen Output, sondern als Podium versteht, das für den Transfer verschiedener kultureller Interessen und Äußerungen im Sinne einer Öffentlichmachung und kritischen Reflexion zur Verfügung steht. herausgegeben von Cornelia Wieg für die Staatliche Galerie Moritzburg, Halle, mit Texten von Katja Schneider, Cornelia Wieg, Dieter Daniels, Ulrike Kremeier deutsch/englisch, 76 Seiten mit 80 s/w Abbildungen, Broschur, 21 x 30 cm
|
|
||||||||
| ARTISTS BOOKS | |||||||||||
»Vilém Flusser hat in sehr überzeugender Weise über das transformative Potential des elektronischen Gedächtnisses in Bezug auf Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft geschrieben, und ich verweise den Leser im Hinblick auf eine weitere Diskussion dieser Zusammenhänge auf seinen Text »Gedächtnisse«. Wir können davon ausgehen, dass Künstler wie Kuball, die diesen Typus eleganter und Informationsträchtiger Symbole künstlich erzeugen, die starken Verbindungen zwischen Gedächtnis, Erkenntnistheorie und Ontologie weiter entwickeln und so unsere Position im Universum verändern werden. Vielleicht werden wir dann in der Lage sein, die Wahrheitsgehalte von Zeit und Raum zu verstehen und uns der Illusion der Sicherheit zu entledigen, die Wittgenstein so sehr als kindisch verachtete.« "Vilém Flusser has very convincingly written about the transforming potential of the electronic memory for art, science and society. For a further discussion of these ideas, I refer the reader to Kuball's text, "Memories". We can assume that artists such as Kuball, who artificially generate these types of elegant and information-rich symbols, will further develop the strong links between memory, epistemology and ontology, thus changing our position in the universe. Perhaps we will then be able to understand the truth behind time and space and rid ourselves of the illusion of security which Wittgenstein so disdained as childish." 2 Bände im Schuber mit dem farbigen Siebdruck "Doppelhaus", 21,8 x 30,9 cm, Auflage: 200 numerierte und signierte Exemplare Band 1: Welt/Fall. Eine Annährung mit einem Essay von Vilém Flusser. deutsch/englisch, 52 Seiten, durchgehend illustriert Band 2: World/Fall. Eine Dokumentation des Haus Wittgenstein, Wien, in memoriam Vilém Flusser. deutsch/englisch, 48 Seiten mit 12 Abbildungen und einem Text von Tobey Crocket Volume 1 - World/Fall. A reconciliation, with an essay by Vilém Flusser. German/English, 52 pages, fully illustrated Volume 2 - World/Fall. A documentation on the Wittgenstein house in Vienna, in memoriam Vilém Flusser. German/English, 48 pages with 12 illustrations and text by Tobey Crocket Two volumes in a slip-case with coloured screen print, 21.8 x 30.9 cm. Edition of 200 numbered and signed copies.
|
|
||||||||||