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Özcan Kaplan |
Özcan Kaplan, soviel ist klar, arbeitet
innerhalb der Konventionen des Bildes am Nicht-Bild. Er versteht das Malen
als existenzielle Erfahrung. Nicht im Sinne eines Pathos, das behauptet:
Hier ist das Bild, hier ist die Tätigkeit, hier ist das Konzept.
Sondern im Sinne eines Verwickeltseins, einer Hoffnung auf Belehrung durch
die Materie und die Tätigkeit selbst. Das Ergebnis dieser Malens
liegt jedenfalls nicht dort, wo wir es zu sehen gewohnt sind. Hier geht
es nicht um Dramarturgie der Zuspitzung, sondern im Gegenteil um eine
Strategie fortwährender Entdramatisierung. Möglichst viele gewohnte
Reize werden unterbunden, um dann zu sehen, was bleibt und ob etwas bleibt.
Es handelt sich um eine Malerei, der die Haut abgezogen wiurde, um zu
schauen, ob sie dann noch immer lebt. (Rudolf Schmitz; Der Klang des Sinns)
Die Malerei Kaplans verweist nicht auf konkrete Inhalte, sondern wird
selbst zur Aussage und stellt sich selbst in ihrer Struktur dar. Kaplans
durch Schichtung und Zeitverlauf definierte Malerei wird zum Symbol einer
Meta-Realität, der menschliches Sein und menschliches Werden zugrundeliegt.
(Angelika Nollert; »das blaue komma das sinn gibt«)
mit Texten von Blacenka Perica, Angelika
Nollert, Rudolf Schmitz und einem Vorwort von Claudia Scholtz (Hessische
Kulturstiftung) deutsch/englisch, 60 Seiten, 34 farbigen Abbildungen,
Pappband, 28,5 x 23,5 cm
| ISBN
3-89770-192-8 | € 19,00 |
Vergriffen! |
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