ARTISTS BOOKS
   
Klaus Gaida
Die Mittel - Die Malerei

"Nehmen wir aus einem Umriß an Erscheinungen die Gegebenheiten, die zu einem Bild führen können, dann werden diese nicht so erforscht, wie man es etwa von einem unerfahrenen Liebhaber erwarten würde. Hier führt jemand die Wirkung dessen, was zu sehen sein wird, als Kenner auch der Fälschung der Wirklichkeit vor und wird dabei zum Verführer.

Ein Bild ist eine Nachricht, deren eigentliche Aussage zumindest oder vielleicht geschönt wurde. In jedem Fall wurde ihr absichtsvoll eine neuere Entschlüsselungsebene untergeschoben.

Alle Oberfläche ist eine bezeichnende Fläche. Sie ruht auf einer fliegenden Ebene, wie geschaffen für Vorstellungen, Vorlieben und seltsam anmutende Ortsbestimmungen. Dabei bleibt sie selbst, da nur Form einer Annäherung, völlig ungeeignet, eine ausgestaltete, aber gleichwohl unvernünftige Einbildung ruhigzustellen."
(aus den Anmerkungen von Jo Schultheis)


Autor: Jo Schultheis
Zusatz: 25 signierte und nummerierte Expl.
39 S. mit 10 farbigen Abbildungen, Broschur
Format: 20,6 x 28,8 cm

ISBN 978-3-89770-372-8 |  € 65,-

 
 
  Alexander Braun
ARTISTS BOOKS
   
Klaus G. Gaida

Klaus G. Gaida und Thomas Kling
Verschollen.
Die Expedition



Auflage: 25 nummerierte, von Gaida und Kling (Facsimile) signierte Expl.
28 S. mit 7 farbigen und 2 s/w Abbildungen, Broschur
Format: 20,6 x 28,8 cm

ISBN 978-3-89770-350-6 |  € 75,-

 
Klaus G. Gaida
  Alexander Braun
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Klaus G. Gaida

Klaus G. Gaida
Herr Strich schreibt
Erinnerungen an Arno Schmidt

Erdrandberichte im Salon Verlag


Auf zwei Sprachplaneten "Nichts Niemand Nirgends Nie!", so fängt das an, "Nichts Niemand Nirgens Nie!", so geht das weiter, und wer nicht genau hinschaut, dem fällt gar nicht auf, dass da vom ersten zum zweiten Satz ein d verloren gegangen ist. Merkt man diesen Verlust aber, dann stiftet er einen zu wüsten Gedanken an: Bekommt denn Arno Schmidts Roman Kaff durch diesen heimlichen Verlust nicht von Anfang an Schlagseite? Ist daran vielleicht die Dreschmaschine schuld, die im dritten Satz eingeführt wird und "schtändig dazwischen" rüttelt, "wir konnten sagen & denken was wir wollten"?

In Klaus G. Gaidas Wortschütteleien der spezifisch Schmidtschen Vokabeln ganz ohne d-Verlust liegen die Fäden dagegen vor aller Augen sichtbar da. Es ist an uns, sie zu ihren beiden Enden zu verfolgen: Zum Ausgangspunkt, dem Roman, der das proteische Prinzip preist, und zum vorläufigen Endpunkt: dem jeweils neu gestirnten Buchstabenhimmel.
(Tilman Spreckelsen)


Textbeitrag: Tilman Spreckelsen
Auflage: 27 nummerierte und von Gaida und Spreckeölsen signierte Exemplare
31 S. mit 9 farbigen Abbildungen, Broschur
Format: 20,6 x 28,8 cm

ISBN 978-3-89770-348-3 |  € 65,-

 
Klaus G. Gaida

Klaus G. Gaida

  Alexander Braun
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Klaus G. Gaida

Klaus G. Gaida
Luftkampf

Erdrandberichte im Salon Verlag


Klaus G. Gaidas von hellen Dispersionsfarben und materieller Leichtigkeit geprägte dreizehnteilige Gemäldeserie „Luftkampf“ bezieht sich auf eine historische Schwarzweißfotografie, die einen nächtlichen Luftangriff auf die Stadt Hamburg zeigt. Dieses Foto findet sich unter anderem als Bilddokument in W.G. Sebalds 1999 erschienen Traktat „Literatur und Luftkrieg“, in dem der im Jahr 2001 verstorbene Autor die Frage aufwarf, wie literarisch mit dem von den Schriftstellern der Nachkriegszeit zu wenig beachteten Phänomen des Luftkriegs umgegangen werden kann.

Gaida hat das Foto bei seiner Verwandlung zu großformatigen und repräsentativen Tafelbildern einer mehrfachen Mediatisierung unterzogen. Der Luftangriff als solcher ist ansatzweise nur zu erkennen in der an der Wand hängenden 180x200 Zentimeter großen Tafel, die das s/w Foto lediglich vergrößert und farblich „überbelichtet“ wiedergibt. Die zwölf dreifarbigen, davon sechs als Hochformat an der Längswand der Galerie neben einander gereihten, je 140x103,5 Zentimeter großen Bilder dagegen lösen das Sujet in zunehmender Drehbewegung auf.

Die Unterscheidung zwischen dem neuen Bild und dem aus seiner Vertikal-Horizontal-Ordnung gebrachten Ausgangsbild bleibt an den unstrukturierten türkisfarbenen Farbflächen ablesbar und wird auf einer Metaebene als Bild- im Bild-Problem thematisch, das in einer weiteren Stufe der Abstraktion und Perspektivierung noch einmal vertieft wird, indem Gaida dieses Bild im Bild auf 170x170 Zentimeter große an die Wand gemalte anthrazitfarbene an den Ecken abgerundete Quadrate (Dia Anspielung) applizierte.

In der künstlerischen Auseinandersetzung, der Verschachtelung von Urbild und Abbild, von Dokument und Artefakt, überlagert der Zyklus mehrere Diskurse – kommt noch hinzu, dass das zugrunde liegende Luftkampffoto je nach Rezeptionsbedingung und Kontextualisierung ebenso als Bild der Zerstörung und der Abschreckung gelesen werden kann wie auch als Propagandamittel oder einfach als formalästhetisches Ereignis.

Gaidas Bilder-Serie reflektiert so am Paradigma der Transmutation einer publizierten historischen Luftkampfszene zu zunehmend autonomer werdenden bildlichen Manifesten nicht nur die geschichtlichen, anthropologischen, ethischen und ästhetischen Dimensionen von Bildern, sondern auch die Frage der Wechselwirkung zwischen privaten und öffentlichen und zwischen inneren und äußeren Bildern. Sie reagiert so auf den „iconic turn“, auf die Bilderflut und die allgemeine „Verbilderung“ in der Medien- und Informationsgesellschaft, die ein Nachdenken über das Wesen von Bildern und ein neues Situieren der Malerei notwendig machen.

Gaida folgt mit seinem Zyklus – im Medium der Malerei – paradoxerweise der Einladung Sebalds, sich mit dem Luftkrieg zu befassen, ohne es wirklich zu tun. Denn in Bezug auf den historischen Luftkampf fördert sie nichts: nicht Erinnern, nicht Empathie, nicht sehendes Erkennen. Der „Luftkrieg“-Zyklus ist ein Akt künstlerischer Weltaneignung, ein aufgeklärtes Glasperlenspiel, das das zugrunde liegende historische Sujet – bewusst politisch inkorrekt, aber künstlerisch authentisch – auflöst. (Martin Seidel)


Auflage von 35 signierten (Gaida und Schultheis) und nummerierten Exemplaren

Text von Jo Schultheis
30 S. mit 18 farbigen Abbildungen, Broschur mit Schutzumschlag, Format: 28,8 x 20,6 cm

ISBN 978-3-89770-335-3 |  € 50,-

 
Klaus G. Gaida

Klaus G. Gaida

 
ARTISTS BOOKS – ÉDITION SÉPARÉE
   
Klaus G. Gaida
Portraits
édition séparée N° 2



Es erscheint eine Vorzugsausgabe von 50 Exemplaren.


ISBN 3-9804812-2-0  |  € 15,-