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Harald Fuchs
Perforierte Parallelwelten
Ausstellung/Installation im Museum Morsbroich,
Leverkusen
vom 11.2.-30.3.2003 |
Würde man Harald Fuchs einen »Magier« nennen, wäre
das, was die Erscheinungform seiner Rauminstallationen betrifft, einerseits
wohl zutreffend, andererseits verbindet sich mit seinen artifiziell besetzten
Räumen auch ein intensiver aufklärerischer Aspekt. Erscheinungsformen
des Schamanismus gehen in Fuchs’ Environments eine enge Verbindung
ein mit Versuchsanordnungen aus der neueren Naturwissenschaft. In solchen
gleichberechtigten, hierarchielosen Parallelsetzungen, wie sie sich auch
im Nebeneinander der Abbildungen dieses Katalogs manifestieren, wird Fuchs’
Interesse am interkulturellen Vergleich, an den unterschiedlichsten Versuchen,
»Erkenntnis« zu erlangen, sichtbar. Für das Museum Morsbroich
hat Harald Fuchs nun eine besonders faszinierende Rauminstallation entworfen.
Hier zeigt er die Arbeit »Perforierte Parallelwelten«, ein begehbares
»Raumbild« aus Lichtprojektionen, Videobeamern und farbigen
Großfotografien. Harald Fuchs’ mediale Installation, die mit
Dia-, Overhead- und Videoprojektionen, Fotografien und wissenschaftlich
anmutenden Laboranordnungen, aber auch Aquarien und Terrarien arbeiten,
versetzen den Betrachter direkt ins Bild. Sie involvieren ihn in ein optisch
suggestives und gleichzeitig irritierendes visuelles Geflecht aus Bildern,
Anschauungen und Formeln der Bereiche Naturwissenschaft, Religion, High
Tech und Mythos. Harald Fuchs, der 1997 mit dem »Hermann-Claasen-Preis
für Fotografie und Medienkunst« ausgezeichnet wurde, arbeitet
virtuos mit den unterschiedlichsten Lichtquellen und -projektionen. Seine
Kosmogenien leben von starken Licht- und Schattenkontrasten, vor allem aber
vom Durchscheinen der einen Darstellung in andere Werkbereiche, von Diaphanien,
von Durchdringungen, und ebenso überraschenden wie irritierenden Bewegungselementen.
Ein poetischer Zauber, gelegentlich gebrochen durch krude Elemente der Wirklichkeit,
aber doch immer präsent, liegt über diesen (fotografierten) Inszenierungen,
die das »Magische« nutzen, um damit zur reinen Form vorzustoßen.
Herausgegeben von Gerhard Finckh, mit
Texten von Gerhard Finckh und Harald Fuchs
deutsch/englisch, 120 Seiten mit 23 doppelseitigen Farb- und 25 doppelseitigen
Duplex-Abbildungen,
Pappband mit farbigem Schutzumschlag, 21 x 24 cm
| ISBN
3-89770-183-9 | € 19,- |
Vergriffen! |
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