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Michael Fehr
Seeing Red
Nicht-gegenständliche Malerei und
Farbtheorie
Eine Dokumentation der Ausstellung und des Symposiums 2003 Hunter
Art Galleries & Hunter Art Department, New York |
Der erste Teil des Buch ist eine vollständige
Dokumentation der Ausstellung 'Seeing Red – an International Exhibition
of Nonobjective Painting', die im Frühjahr 2003 in den Hunter Art Galleries,
New York gezeigt wurde; die Ausstellung umfasste ca. 150 rote Gemälde
von 75 Künstlerinnen und Künstlern aus Europa und den USA; im
zweiten Teil des Buch wird das Symposium 'Color as Experience' dokumentiert,
das anlässlich der Ausstellung im Goethe-Institut, New York, stattfand.
Die Geschichte der abstrakten und nicht-gegenständlichen Malerei des
20. Jahrhundert steht zwar im engen Zusammenhang mit der Entwicklung von
wissenschaftlichen Farbtheorien, doch wurden diese Beziehung kaum untersucht
wie überhaupt Kunst und Wissenschaft nur selten Gegenstand einer systematischen
Forschung wurden. Mit der zunehmenden Standardisierung von Farbdarstellungen
in den elektronischen Medien ist jedoch das Interesse an den wissenschaftlichen
Untersuchungen zur Wirkung von Farbe und dem künstlerischen Umgang
mit ihr neu erwacht.
Ein wichtiger Aspekt dieser Entwicklung geht auf den Austausch zwischen
amerikanischen und deutschen Künstlern und Wissenschaftlern zurück:
Die Amerikaner wurden insbesondere durch die beiden deutschen Maler Hans
Hofmann und Josef Albers und die Gestalttheoretiker stark beeinflusst, während
die nicht-gegenständliche Malerei vor allem in den 50er und 60er Jahren
von den Amerikanern vorangetrieben wurde. Die
Ausstellung Seeing Red versuchte, dieser Entwicklung mit einem speziellen
Ansatz nachzugehen: Idee des Projektes war, über die Thematisierung
eines Farbwertes als Malerei ein 'objektives' Kriterium für die Auswahl
von Arbeiten zu schaffen. Denkbar waren dabei grundsätzlich zwei
Auswahlstrategien, die in der Ausstellung miteinander verschränkt
werden sollten - und mussten, weil sie in 'reiner' Form nur theoretisch
denkbar sind: Die Entwicklung verschiedener Bildkonzepte und Malstile
an/in einem (theoretisch einheitlichen) Farbwert Rot und die Entwicklung
des Spektrums von Rot in einem (theoretisch einheitlichen) Bildkonzept
oder Malstil. Die Ausstellung zielte also darauf ab, die Grenzen sowohl
dessen, was als Rot, bzw. dessen, was als Malerei aufgefasst werden kann,
auszuloten.
Bilder von Josef Albers; Bernhard Aubertin;
Stephan Baumkötter; Herman de Vries; Claudia Desgranges; Helmut Dirnaichner;
Rupprecht Geiger; Raimund Girke; Kuno Gonschior; Marcia Hafif; Tinka von
Hasselbach; Edgar Hofschen; Gottfried Honegger; Reimer Jochims; Joseph
Marioni; Robert Motherwell; Kenneth Noland; Otto Piene; Rolf Rose; Karin
Sander; Emil Schumacher; Seán Shanahan; Phil Sims; Frederic Matys
Thursz; Peter Tollens und anderen.
Beiträge von David Brainard; Tracy L. Adler; William Agee; Christian
von Campenhausen; Michael Fehr; John Gage; Jim Gordon; Klaus Honnef; George
Roque; Robert Swain; Sanford Wurmfeld und anderen.
ca. 250 Seiten mit 75 Farbtafeln und zahlreichen Abbildungen, Gebunden
mit Schutzumschlag
| ISBN
3-89770-194-4 | € 30,- |
Vergriffen! |
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