Makingofilm - Cover

Makingofilm

Dokumenation des studentischen Projekts zu Samuel Becketts "Film"

Makingofilm sind freie Improvisationen zu Samuel Becketts „ Film“. „Film“ war Becketts erste cineastische Produktion, die unter seiner Direktive und unter der Regie von Alan Schneider 1964 in New York mit dem alten Buster Keaton in der Hauptrolle gedreht wurde. In einem 20- minütigen Verfolgungs und Verbergungsdialog zwischen Kamera – Auge und Keaton – Objekt thematisiert Beckett hier nicht nur die Aporie einer Flucht aus der Wahrnehmung sondern reflektiert auch auf sehr verdichtete Art und Weise die Grundkonditionen dessen was Film überhaupt ausmacht .
Obgleich „ Film“ kurz nach seiner Veröffentlichung bereits auf internatonalen Festivals prämiert wurde, waren sich nahezu alle Beteiligten einig, dass er in der Realisation und Konzeption erhebliche Mängel aufwies. Es eignet ihm die Qualität einer fragmentarischen Rohheit, die Beckett selbst zu weiteren filmischen Experimenten anspornte.
Makingofilm spielt als zeitgenössisches Remake, das ständig durch einen Blick hinter die Kulissen gebrochen wird, mit einer Vielzahl von Motiven aus „ Film“ ; In Bezug auf Becketts Minimalismus verhält sich Makingofilm jedoch antithetisch und überführt seine Strategie der Komprimierung in den Zustand einer operettenhaften Dispersion.
Grundlagen für die fünfwöchigen Makingo- Dreharbeiten, die im Frühjahr 2004 auf dem Bahnhofsvorplatz von Göppingen stattfanden war die Begegnung zweier künstlerischer Lehrkonzepte, der plastisch- kybernetischen Kameraarbeit von Georg Winter ( UCS ) und der ambulanten Zeichenpraxis von Alexander Roob ( CS ). Es ergaben sich daraus eine Vielzahl von gruppenimprovisatorischen Variationen und individuellen Fortführungen , die das Projekt Makingofilm in einem facettenartigen Nebeneinander konstituieren .

Makingofilm wurde realisiert in einer Kooperation der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart mit der Kunsthalle Göppingen und dem Kunsthaus Zug mobil. Eine erste Präsentation des Projekts fand nach des Rückkehr des Kunsthaus Zug mobil im Sommer 2004 in Zug statt, eine weitere im Frühjahr 2005 im Kunstmuseum Stuttgart

Makingofilm sind : David Baur – Bettina Böhm – René Borst- Wendelin Büchler -Anna Edzgueradze – Regina Geckeler – Simone Geiger – Tobias Greiner – Eric Henzler
Christoph Kappler – Tae-Young Kim – Bernd Kirschner – Nele Knatz
Philip Loersch – Andreas Nickel – Sang-Ho Park – Inna Poltorychin
Matthias Reinhold – Alexander Roob – Monika Schlachter
Georg Winter – Tobias Zaft
Schauspieler : Maatin Schmidt, sowie Fritz Barth, Manfred Schmidt, Karin Biller ,Henner Pfennig und die Makingo – Filmcrew.
Gäste bei der Umsetzung des car-stunts : Hjun Joo Choi, Wolfgang Obermaier, Vanina Rodriguez, Bernhard Sailer, Michel Schmidt (Akademie der Bildenden Künste Nürnberg )