|
 |
|
Heather
Allen |
Seit Ende 1997 hat Heather Allen kleine Selbstportraits aus Plastillin und
einem fimoähnlichen Knetmaterial (Sculpey) modelliert. Etwa 300 sind
bisher entstanden. Die nur ca. 15 cm hohen Figuren weisen alle eine identische
äußere Erscheinung auf – schwarzes T-shirt, blaue beinlange
Turnhose mit weißem Seitenstreifen, brünett-rote Haare mit Mary-Long-Frisur.
In Präsentationen tauchen sie in großen oder kleinen Gruppen
auf: Sie sitzen, stehen, liegen, lümmeln herum, umarmen sich, balgen
miteinander, stehen Arm in Arm, unterhalten sich, schlagen die Zeit tot.
Völlig unaufgeregt geben sie alltägliche Situationen des Lebens
wieder, die großen und die kleinen Momente.
Heather Allen experimentierte von Beginn an auch in anderen Richtungen mit
ihren Figuren und setzte sie parallel immer wieder für fotografische
Inszenierungen ein. Sie plazierte sie u.a. in Zimmerecken, auf ihrem Körper
oder ließ sie das Londoner Arbeitszimmer von Sigmund Freud bevölkern.
Doch unabhängig davon, ob die Figuren in Installationen oder Fotografien
auftauchen, entscheidend ist: Es sind nicht die Klons, sondern es ist die
vielfältige Palette eine Person, die Heather Allen in ihren »modellhaften
Selbsterkundungen« umsetzt.
Heather Allens Interesse an dem letztlich unberechenbaren und nichtdeterminierten
Ich zieht sich wie ein roter Faden durch ihre gesamte Arbeit. Damit sind
nicht übernatürliche Fähigkeiten oder das Pathologische angesprochen,
sondern der durchaus normale Zustand eines jeden, gemäß: Ich
sind ganz viele.
mit Textbeiträgen von Jean-Christophe
Ammann, Hanne Loreck und Marcus Verhagen, 48 Seiten mit 38 farbigen Abbildungen,
teils ganzseitig, Broschur, 21 x 21 cm
| ISBN
3-89770-188-X | € 16,- |
Vergriffen! |
|
|
|